Holz behandeln

Wir setzen bei der Verarbeitung allgemeines Wissen über den Malgrund Holz im allgemeinen, die Anwendung von Farben auf den verschiedenen Hölzern sowie die Beachtung unserer jeweils neuesten Verarbeitungshinweise voraus. Sie sollten sich diese Verarbeitungshinweise als PDF herunterladen, ausdrucken und die Kenntnisnahme vom Ausführenden bestätigen lassen. Generell gilt:

• Das für die beabsichtigte Gebrauchsklasse (Gefährdungsklasse nach DIN 68800-3) richtige Holz der entsprechenden Resistenzklasse (Dauherhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350-2) mit der während der Nutzung zu erwartenden Holzfeuchte aussuchen.

• Die Regeln des konstruktiven Holzschutzes (DIN 68800-2) beachten und entsprechende vorbeugende bauliche Maßnahmen anwenden, z.B. Dachüberstand, Vordächer, Gefälle, abgerundete Kanten, Wassernasen; keine waagrechten Hirnholzflächen; Erd- und Biomassekontakt, Spritz- und Stauwasser vermeiden. Waagerecht verlaufende Holz- und Leimfugen vermeiden.

• Bei alten Holzbalken waagerechte Risse schräg von unten anbohren, damit eindringendes Wasser ablaufen kann. Besser noch auskeilen bzw. ausspanen.

• Der Anstrich darf nur Hölzer mit maximal 15 % Holzfeuchte und absolut trockener Oberfläche erfolgen. Der Malgrund muss während des Aufbringens und der Trockenzeit garantiert frostfrei sein, der trocknende Anstrich nicht beregnet oder besonnt werden.

• Stehende feuchte Luft vermeiden, Luftbewegung rund ums Holz begünstigen. Holzfeuchte über 20 % fördert holzzersetzende Pilze.

• Kondenswasser regelmäßig aufnehmen, Lüftung verbessern!

Laubhölzer wie Eiche, Robinie oder Kastanie erst streichen wenn die Holzflächen angewittert sind und somit die Gerbsäure ausgewaschen ist. Gerbsäure greift auch Eisenmetalle und Zink an.

• Bei Nadelhölzern die Harzgallen mit Terpentin auswaschen und nach der Leinöl-Grundierung kleine Fehlstellen elastisch spachteln, tiefere Risse ausspanen oder auskeilen. Kleinere Harzflecken evtl. mit dünnflüssigem Schellack abdecken. Risse zwischen Fachwerkbalken und Gefachen mit elastischem Lehmfugenfüller ausspritzen. 

Lärchenholz ist sehr dicht und fest und deshalb zunächst kaum aufnahmefähig. Vor jeglichem Anstrich erst »vom Wetter gerben lassen« und dann zunächst nur ölen oder lasieren. Oder aber nur farbig deckende Anstriche ohne Ölgrundierung aufbringen.

• Zumindest maßhaltige Holzteile wie Fenster und Außentüren mit heller deckender Leinölfarbe gegen zu starkes Aufheizen (Spannungen, Rissbildung) und holzabbauende UV-Strahlung (Vergrauung) durch die Sonne schützen.

• Das kalt gepresste Leinöl sowie die Leinöllasuren und lösemittelfreien Leinölfarben von leinölpro sind wasserabweisend, aber dampfdiffussionsoffen; d.h. ins Holz eingedrungene Feuchtigkeit kann wieder ausdunsten. Verarbeitungshinweise beachten, Proben anlegen.

> Verarbeitungshinweise

> Leinöl-Farbanstriche pflegen

 

Die Farben werden von leinölpro immer wieder zur Probe gestrichen und getestet