Kalk- und Lehmputz gestalten

Handwerkerkollegen testeten über viele Jahre traditionelle Anwendungen für unser naturreines rohes Leinöl und unsere hochdeckende Leinölfarbe ohne Lösemittel. Innenraumgestaltern können wir diese uralten Anwendungen also guten Gewissens empfehlen:

• Kalkputz farbig gestalten: Der letzte Feinstrich mit Kalkputz wird seit jeher mit etwa 5 % rohem Leinöl geschmeidiger gemacht. Ebenso ist es üblich Pulverpigmente zuzusetzen. Warum also nicht gleich mit fertiger fein angeriebener Leinölfarbe streichfähig machen und einfärben? Da die Pigmente in der Farbe feiner verteilt sind, sparen sie Farbstoff und einen Arbeitsgang! Erdfarben sind zu bevorzugen. Nicht über 10 % Leinölfarbe zugeben, da sonst der Kalk nicht mehr abbindet. Proben anlegen, Erfahrungen sammeln!

Lehmputz abriebfest machen: Sie können die Oberfläche von Lehmputz auf natürliche Weise verfestigen: Den Feinputz einmal satt mit rohem Leinöl streichen. Die Oberfläche wird abriebfest und dunkler, bliebt jedoch offenporig und atmungsaktiv. Besonders geeignet in Hausfluren und an anderen stark strapazierten Flächen wie Garderoben.

Farbige Anstriche auf Lehmputz: Zunächst satt mit rohem Leinöl grundieren und dann je nach Geschmack ein- bis zweimal mit der lösemittelfreien Leinölfarbe von leinölpro schützen und gestalten. Besonders geeignet in der Küche rund um Herd und Spüle, den Spritzwasserbereich in Klo und Bad und im Treppenhaus, auch auf Flächen mit Wandheizung. Der Anstrich wird wasserabweisend, bleibt aber diffusionsoffen!

Achtung, keinen Leinölfirnis verwenden, sondern ausschließlich naturreines rohes Leinöl ohne Lösemittel, Trockenstoffe oder sonstige Zusatzstoffe, wie sie es bei leinölpro bekommen. Denn die in Firnis enthaltenen Chemikalien (z. B. Hexan) und Trockenstoffe bleiben sonst auf ewig im Putz und der zu schnell trocknende Firnis kann an der Oberfläche eine klebrige oder speckige Schicht bilden.

 

Stampflehm verfestigen

Über die gesamte Dicke der Lehmmasse beim Kneten 5 bis 10 % des Wasser durch kalt gepresstes, rohes Leinöl ersetzen, die Wassermenge entsprechend reduzieren. Der verarbeitete Lehm wird dadurch schön fest und es können kaum noch Stuhlbeine oder Stöckelschuhe in den Lehmboden eindringen.
Die Bodenfläche nach dem Verreiben zusätzlich ölen und dies etwa einmal jährlich wiederholen. Dies erhöht die Oberflächenfestigkeit und Pflegbarkeit erheblich.